Wattwanderung auf der Insel Fanø – Spannend für Jung & Alt

Der stete Wechsel von Ebbe und Flut macht die Faszination des Wattenmeeres aus. Mit dem Rückziehen des Wassers der Nordsee eröffnet sich die Möglichkeit den trockengelegten Meeresboden eigenständig zu erkunden. Im dänischen Wattenmeer bilden insbesondere die verlassenen Sandbänke bei Fanø ein attraktives Ziel und versprechen ein Erlebnis für Jung und Alt.

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Dänemarks Weltnaturerbe Wattenmeer

Entlang der Nordseeküste dreier Länder – Dänemark, Deutschland und der Niederlande – erstreckt sich das Wattenmeer und gilt als eines der 10 wichtigsten Feuchtgebiete der Erde. Aufgrund seiner einmaligen geoökologischen Prozesse sowie dem Gewicht für den Erhalt der biologischen Vielfalt, besitzt das Wattenmeer weltweit eine herausragende Bedeutung. Dementsprechend wurde das deutsch-dänische Wattenmeer im Jahr 2014 in die Liste der UNESCO-Weltnaturerben aufgenommen.

Das Wattenmeer als Lebensraum

Das Wattenmeer mit seiner unglaublichen Landschaft steckt voller Leben und dient als Heimat für Tiere im Wasser, auf dem Meeresgrund oder in der Luft. Als Rast- und Brutgebiet für zahlreiche Vogelarten, Laichgebiet für seltene Fische und Aufwuchsgebiet für Meeressäuger besitzt das „Vadehavet“ (dän. Wattenmeer) eine existenzielle Relevanz für Millionen von Tieren.

Bekannt ist das Wattenmeer um die Insel Fanø insbesondere für seinen Bestand an Robben, der mit etwa 5000 Tieren den größten in Dänemark darstellt.

Gemeinsam durchs Watt

Um Naturgeschichte, Landschaft und auch Tierwelt bestmöglich erkunden zu können, ist eine von erfahrenen Natur- oder Wattführern angeleitete Wattwanderung die ideale Möglichkeit.

Bei der Suche nach Muscheln, Krabben oder Wattwürmern ist man der Natur ganz nah und genießt die unendliche Weite des Horizonts.

Robben in Sicht: Die Seehund-Safari

Wer darauf hofft im Wattenmeer das größte Raubtier Dänemarks, die Robbe, zu Gesicht zu bekommen, dem sei eine Seehund-Safari ans Herz gelegt. Gemeinsam werden die von Seehunden und Kegelrobben beliebtesten Sandbänke angepeilt. Mit Hilfe der Begleitung eines Guides, der Gezeiten, Wattenmeer und Vorlieben der Tiere bestens kennt, wird die Safari ein angenehmes Erlebnis für Mensch und Robbe.

Tipps für eine unvergessliche Wanderung durchs Watt

Grundvoraussetzung für eine Wattwanderung sind sichere Witterungsbedingungen. Darüber hinaus gibt es ein paar Dinge, die beachtet oder mitgebracht werden sollten:

  • Ganzjährig warme Kleidung zur Hand haben
  • Falls Temperaturen das Barfußwandern durchs Watt verhindern – leichte Leinenschuhe oder Gummistiefel nutzen
  • Startpunkt der geführten Wattwanderungen: Großer Parkplatz an der Kirche von Sønderho
  • Preis: Erwachsene 150,00 DKK / Kinder 50,00 DKK

Tipp: Vorher im Turistbureau Fanø anmelden, da die Teilnehmerzahl der Wattwanderungen begrenzt ist!

Tor ins Wattenmeer – das Wattenmeerzentrum in Ribe

Das Wattenmeerzentrum auf dem Festland in Ribe gilt als Tor zum UNESCO-Weltnaturerbe. Mit seiner einzigartigen Architektur – Fassade sowie Dach sind mit Reet gedeckt – ist es traumhaft in das örtliche Marschland eingebettet. Die zweigeteilte Ausstellung informiert gleichermaßen über aktuelle wie geschichtliche Themen des Wattenmeeres.

In der Ausstellung „Erzählungen vom Wattenmeer“ wird insbesondere die Interaktion von Wattenmeer und Mensch behandelt. Im „Wattenmeer der Zugvögel“ dienen die Tiere als Leitfaden, mit deren Augen die Besucher durch die Ausstellung geführt werden und mehr über das Wattenmeer und seine Bewohner erfahren.

Fazit: Das Watt als einzigartiges Naturerlebnis

Als einzigartiger Lebensraum für Mensch und Tier besitzt das dänische Weltnaturerbe Wattenmeer globale Bedeutung. Im Wattenmeerzentrum, auf begleiteten Touren durchs Watt oder der eigenständigen Erkundung, das Wattenmeer Dänemarks verspricht ein Naturerlebnis, welches alle Sinne anspricht.

Die häufigsten Fragen von Reisenden

Wo liegt das dänische Wattenmeer?

Das Wattenmeer Dänemarks liegt an der Nordseeküste Südjütlands und reicht von der Landspitze Blåvandshuk im Norden bis zur deutsch-dänischen Grenze im Süden.

Zu welchen Zeiten sollte man ins Watt gehen?

Auf keinen Fall sollte man sich bei einsetzender Flut (auflaufendem Wasser) ins Watt begeben. Eine Wattwanderung sollte etwa 2 Stunden vor Niedrigwasser starten und der Rückweg so geplant werden, dass rechtzeitig vor Beginn der Flut an Land zurückgekehrt werden kann.