Waldgebiet Almindingen

Einst war die Mitte Bornholms ein großes Heidegebiet. Den Wald, den wir heute in diesem Gebiet bewundern können, wurde um 1800 vom Förster Hans Rømer renaturiert. In der Zeit vor 1800 diente der Wald den Bornholmern und Bewohnern der Burg Hammershus als Brennholzarsenal und war ein allgemein zugängliches Weideland. Der Name Almindingen bedeutet auch „zur Nutzung durch die Allgemeinheit“.

Entstehung des Naturschutzgebietes

Da sich damals niemand um die Aufforstung und die Pflege kümmerte, verfiel der Wald zusehends. Erst als Holzförster Hans Rømer in dem Gebiet Baumschulen anlegte und Steinmauern errichten ließ, um die Neuanpflanzungen zu schützen, wurde die alte Hochheide zu dem Wald den wir heute kennen. Heute ist Almindingen der fünftgrößte - und mit Sicherheit der schönste - Wald Dänemarks. Bei den Touristen ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Es gibt neben Waldplantagen und Heidelandschaft einen vielfältigen natürlichen Mischwald mit wild zerklüfteten Felsentälern und idyllischen Seen.

Innerhalb einer Stunde kann von Bornholms kleinstem bis zum größten Spaltental (Ekkodalen) wandern. Ekkodalen ist bekannt für das Echo, das erschallt, wenn man gegen die Felsen ruft.

Beeindruckend sind die Granitklippen des Echotales am Südrand. Hier gibt es die sogenannten Rokkestenen: Wackelsteine, ein Überbleibsel der letzten Eiszeit. Die großen Granitfindlinge wurden von der Natur so geschickt gelagert, dass man sie mit einer Hand zum Wackeln bringen kann.

Die Vielfalt Bornholms

Es treffen in Almindingen erdgeschichtliche Formationen aufeinander, denn hier ist der tektonische Übergang vom Sandstein im Süden der Insel zum Granit im Norden. Wanderer, Naturliebhaber, Ornithologen und Geologen kommen in der vollendeten Harmonie zwischen Bäumen, Felsen, Tälern, einer einzigartigen Vorgelwelt und historischen Denkmälern gleichermaßen auf ihre Kosten.

Ein Besuch der Burganlagen Lilleborg und Gamleborg ist ein weiteres Ziel, um noch tiefer in die Bornholmer Geschichte einzutauchen. Das größte Monument aber ist zweifellos Kongemindet, ein Granitturm, auf dem höchsten Punkt der Insel. Von hier aus hat man bei klarem Wetter eine ausgezeichnete Sicht über die Insel und mit etwas Glück kann man sogar bis nach Christiansø schauen.

Unser Reisetipp

Wandervorschläge durch das Gebiet von Almindingen erhält man in allen Touristenbüros.

 

Foto by Destination Bornholm