Urlaub mit Hund

Die Dänen sind ein sehr hundefreundliches Volk. Deshalb dürfen Hunde fast überall mitgenommen werden und sind beispielsweise auch in Bussen und Bahnen willkommen. Kleinere Hunde dürfen sogar kostenfrei mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, für größere Hunde ist der Kinderfahrpreis zu entrichten. Generell kostenlos fahren Hunde auf den Routen der innerdänischen Fähren.

Bevor Sie jedoch gemeinsam mit Ihrem vierbeinigen Liebling Dänemark erkunden, gibt es einige Dinge zu beachten:

Impfung

Ihr Hund benötigt eine gültige Tollwutimpfung. Die Impfung muss mindestens 21 Tage vor Abreise erfolgt und im EU-Heimtierausweis vermerkt sein.

Kennzeichnung

Wichtig ist die Kennzeichnung mit einem Mikrochip. Eine Tätowierung reicht seit 2011 nicht mehr aus. Im  Heimtierausweis werden vom Tierarzt die Impfung, Kennzeichnung und Beschreibung des Tieres eingetragen. Wir empfehlen, Ihrem Hund während der Ferienzeit ein Namensschild mit Ihrer Urlaubsadresse anzulegen.

Medizinische Versorgung

Nicht nur das Urlaubsland und die richtige Unterkunft sind wichtig. Denken Sie unbedingt auch an eine Reiseapotheke mit den wichtigsten Medikamenten für Ihr Tier. Die tierärztliche Versorgung in Dänemark ist flächendeckend gesichert und ein diensthabender Tierarzt ist rund um die Uhr zu erreichen.

Vor Ort

Sind Sie am Urlaubsort angekommen, geben Sie Ihrem Hund genügend Zeit und Gelegenheit, sein neues Revier kennen zu lernen. Zeigen Sie ihm alle Räume, damit er weiß, wo er Sie in der nächsten Zeit finden kann. Richten Sie einen Hundeplatz mit Wasser und Futter ein und bereiten Sie ein Ruhelager mit der vertrauten Hundedecke von daheim. Lassen Sie Ihren Vierbeiner nicht gleich am ersten Tag allein und erkunden Sie mit ihm gemeinsam die neue Umgebung.

Während der Saison, also in der Zeit vom 01.04. bis 30.09. herrscht an allen Stränden Leinenzwang. Und dass Sie stets Tüten bei sich haben sollten, um eventuelle Hinterlassenschaften Ihres Hundes sofort zu beseitigen, versteht sich von selbst.

Neues Hundegesetz seit Juli 2014

Seit dem 1. Juli 2014 gibt es eine Änderung im dänischen Hundegesetz, welches Vierbeiner und somit natürlich auch die Halter noch besser schützt.

So wird nun bei einer "Biss-Situation" nicht nur die Polizei benachrichtigt, sondern jeder Hundehalter hat das Recht, einen Hundesachverständiger hinzuzuziehen. Dieser untersucht, wie die Situation zustande kam und ob der Hund provoziert wurde oder es nur aufgrund eines Spiels zwischen zwei Tieren dazu kam.

Außerdem wurde das "Mark-og-Vejfredslov", also das dänische Wegerecht, so geändert, dass Hunde, die sich versehentlich auf Privatgrundstücken aufhalten, für das alleinige Aufhalten auf dem Gelände nicht bestraft werden dürfen. Dem Hund darf also auf keinen Fall Schaden zugefügt werden. Den Hundebesitzern können Geldstrafen drohen.

Diese Präzisierung des Gesetz bietet nun sowohl dänischen Hundebesitzern, als auch deutschen Feriengästen mehr Sicherheit.

Achtung!

Für folgende Hunderassen sowie Kreuzungen aus diesen besteht in Dänemark weiterhin Einreiseverbot:

1) Pitbull Terrier
2) Tosa Inu
3) Amerikanischer Staffordshire Terrier
4) Fila Brasileiro
5) Dogo Argentino
6) Amerikanische Bulldogge
7) Boerboel
8) Kangal
9) Zentralasiatischer Ovtcharka
10) Kaukasischer Ovtcharka
11) Südrussischer Ovtcharka
12) Tornjak
13) Sarplaninac

Aktuelle Informationen finden Sie auf der Seite des Dänischen Außenministeriums. Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern!