Die älteste Stadt Dänemarks

Ribe liegt im Südwesten Jütlands an der Nordseeküste, nahe der Mündung des Flusses Ribe Å.  Erstmals geschichtlich erwähnt im Jahre 710, feierte Ribe 2010 das 1.300-jährige Jubiläum. Somit ist sie nicht nur die älteste Stadt Dänemarks, sondern ganz Skandinaviens. Die Innenstadt sieht noch beinahe genauso aus wie vor 1.000 Jahren.

Die Geschichte der Stadt Ribe

Das gesamte Mittelalter hindurch war Ribe der wichtigste dänische Hafen an der Nordsee. Nach der Periode als Handelsstadt wurde Ribe zum kirchlichen Zentrum Dänemarks für die Verbreitung des Christentums.

Zur Blütezeit hatte Ribe sechs Kirchen und vier Klöster. Leider sind heute nur noch die Domkirche, die älteste und besterhaltene Kirche Dänemarks und das Bischofskloster erhalten.

Der Dom von Ribe gehört zur den vier westdänischen Attraktionen. Die biblischen Motiven der Glasmosaiken in den Fenstern und die Kalkmalereien des Künstlers Carl-Henning Pedersen machen ihn einzigartig. Im Sommer kann man an den zweimal täglich stattfindenden Führungen teilnehmen oder auf eigene Faust auf Entdeckung gehen.

Ribes Nachtwächter

Der intakte Stadtkern von Ribe ist nicht zuletzt auf die verantwortungsvolle Arbeit der Nachtwächter zurückzuführen. Sie hatten die Aufgabe für Recht und Ordnung zu sorgen und die schlafenden Einwohner vor Sturmflut und Feuer zu warnen. Noch heute sind sie von Mai bis September zwischen 20:00 Uhr und 22:00 Uhr ein Teil des Stadtbildes und berichten, begleitet von Touristen aus aller Welt, über die dramatische Geschichte der Stadt.

Ribes Kunst - Geschichte trifft Moderne

Trotz des stattlichen Alters von 1.300 Jahren ist Ribe eine sehr lebendige Stadt. Als alte Kulturstadt spiegelt sich dies in der Kunst wieder. Überall trifft man auf Kunst und Skulpturen, ob im Stadtbild, in der Domkirche, in vielen Galerien der Stadt und natürlich im Kunstmuseum.

Ribe Vikinger Center

Etwa zwei Kilometer südlich von Ribe, befindet sich ein Freilichtmuseum - das Ribe Vikinger Center. Hier kann man ganzjährig ein naturgetreu nachgestelltes Dorf aus der dänischen Wikingerzeit erleben. Im Vikinger Center gibt es drei verschieden Welten zu entdecken, die einen Eindruck davon geben, wie die Einwohner von der Gründung vor 1.300 Jahren bis zum Jahr 980 lebten. Besucher können am Kriegstraining teilnehmen, ein Kettenhemd anprobieren, schätzen, wie viel es wiegt oder lernen, wie man mit Pfeil und Bogen schießt. Spannende Geschichten aus der Wikingerzeit werden von den vielen Freiwilligen nachgespielt und der Besucher fühlt sich direkt in die Zeit der Wikinger versetzt.

Wattenmeerinsel Mandø

Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Besuch auf der Insel Mandø, der Perle des Wattenmeeres, südwestlich von Ribe. Sie ist die kleinste Wattinsel mit nur 60 Einwohnern. Man erreicht die Insel nur, wenn man das Auto in Vester Vedsted stehen lässt und den Mandø- Bus nimmt. Man fährt mit Traktorbussen durchs Watt und erlebt die Natur aus einer ganz anderen Perspektive. Die sieben Kilometer lange Strecke führt über den Boden des Wattenmeers und ist nur bei Ebbe möglich. Bei Flut ist die Insel komplett von der Außenwelt abgeschnitten.

Unser Reisetipp

Rund um Ribe befinden sich viele kleine Dörfer, Wälder und Plantagen, die zum Radeln, zum Wandern und zum Kanufahren auf den Seen und Flüssen der Umgebung einladen.