Ballett am Abendhimmel

Jedes Jahr im Frühling und Herbst erleben Sie über den Feuchtgebieten der Marsch ein faszinierendes, einzigartiges „Luftballett“:

Bis zu einer Million Stare erheben sich in die Lüfte und tanzen dort, wo sie die Nacht verbringen. Dieses Naturwunder wird von den Südwestjütländern als "Schwarze Sonne" („Sort sol“) bezeichnet.

Der Tanz der Vögel ist ein Abwehrmechanismus gegen angreifende Raubvögel. Gemeinsam haben die Vögel viele Augen, um Gefahren zu entdecken und gleichzeitig verwirrt die Schwarmbildung mögliche Angreifer.

Auf Grund der großen Flächen mit weidendem Vieh bevorzugen die Stare das Wattenmeer-Gebiet als Futterstation. Die Wiesen bilden ideale Lebensräume für die von Staren bevorzuge Beute - Larven von Gartenlaubkäfern und Schnaken.

Man weiß nie, wann die Vögel sich zum Tanz versammeln und ob man sich an der richtigen Stelle befindet, denn die Stare lieben den Ortswechsel. Erst ist es nur eine kleine Vogelschar, die sich in die Lüfte emporhebt, dann werden die Scharen immer größer – und plötzlich öffnet sich der Himmel. Tausende Stare tanzen im Sonnenuntergang, um sich zu ihrem Schlafplatz in den Schilfgebieten der Marsch zu begeben.

Die Sonne verdunkelt sich beim Anblick dieses grandiosen Naturschauspiels. Und auch wenn das „Luftballett“ meist nur eine halbe Stunde dauert: Während der Aufführung werden wunderbare Formationen an den Abendhimmel gezaubert. Riesige Vogelscharen bewegen sich mit präzisen Bewegungen in Wellen am klaren Himmel und verändern sekündlich ihre Gestalt ohne zusammenzustoßen.

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