Meeresspargel

An der Südspitze von Fanø, auf den salzhaltigen Böden, die der Nordsee abgerungen wurden, findet Queller die idealen Lebensbedingungen.

Im Volksmund heißt er auch Friesenkraut, Meerfenchel, Meeresbohne, Meeresspargel, Salzkraut oder Glasschmelz. Glasschmelz deshalb, weil er früher in Glasbläsereien dem Glas zur Herabsetzung des Schmelzpunktes beigefügt wurde.

Die 20 – 30 cm hohen Büsche des Queller erinnern mit ihren fleischigen grünen Stengeln und Ästen an kleine Kakteen, denn beide müssen in ihrem Gewebe viel Wasser speichern. Die Blätter sind zu Schuppen zurückgebildet und fest mit den Ästen verwachsen.

Der Queller gilt als Pionierpflanze der Landgewinnung und wächst sowohl als Einzelpflanze als auch in dichten Beständen in der Uferzone des Wattenmeeres.

Die einjährigen, grünen, dickfleischigen Salzpflanzen besiedeln in großen Beständen die Wattflächen und werden von April bis September von Hand geerntet.

Queller kann wie Spargel gekocht oder gedämpft werden. Mit Butter angeschwenkt, passt er als exotische Delikatesse ausgezeichnet zu Fisch. Gründlich gespült kann man ihn aber auch als Salat genießen. 

Unser Reisetipp

Stellen sich aus Queller Ihr eigenes Salz her, mit dem Sie Ihren Fischgerichten die perfekte Würze verleihen.

Nach dem Ernten wird der Queller von den harten Stängeln befreit und gründlich gespült. Dann alles klein hacken, zum Trocknen auf Backpapier legen und im Ofen bei ca. 80 Grad trocknen. Wer sein Quellersalz feinkörniger möchte, kann das Endprodukt mit dem Mörser zerstoßen.

So nehmen Sie sich ein Stück Urlaub mit nach Hause.

Viel Spaß und guten Appetit!