Johannisfeuer

Jedes Jahr am 23. Juni werden an den Stränden in Dänemark große Feuer angezündet, deren Spitze Strohhexen zieren. In der heutigen Zeit sind es eigentlich gar keine typischen Hexenfiguren mehr, sondern sie ähneln eher weiblichen Personen aus unserem täglichen Leben. Überlieferungen beweisen, dass diese Feuer erstmals im 12. Jahrhundert entfacht wurden. Ein alter Brauch der Heiden, um böse Geister und Hexen zu vertreiben.

Die Hexen hatten schon von jeher eine besondere Bedeutung. Viele Menschen glaubten, dass sie an den Tagen rund um den Mittsommer besonders aktiv sind, um Zutaten für ihre Hexenrezepte zu sammeln. Das Feuer sollte sie verscheuchen und verhindern, dass sie landen können. Oft wurden die Feuer auf Erhebungen angezündet, damit man sie weit sehen konnte.

Höhepunkt des Abends ist die so genannte Båltale - die Feuerrede.

Früher beschwor man damit die Kraft der Flammen gegen das Böse, heute nutzen die Festredner die Feuerrede, um in ironischer Form wichtige Themen aufs Korn zu nehmen.

Neben den großen „Sankt-Hans“-Feuern finden in vielen Orten auch Fackel- und Laternenumzüge statt. Das bekannteste „Sankt-Hans“-Feuer kann man am langen Strand von Skagen erleben.

Die genauen Termine und Orte der lokal veranstalteten Sankt-Hans-Feuer erfahren Reisende bei allen Touristeninformationen in Dänemark.