Strandungsmuseum Thorsminde

Achtung! Das Strandungsmuseum ist seit August 2015 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Das Museum öffnet mit vielen tollen Neuerungen und Erweiterungen im Jahr 2017 wieder seine Pforten für Besucher. 

Die Westküste Dänemarks mit ihren Sandbänken wurde seit jeher von Seeleuten gefürchtet. Wenn bei starkem Westwind die schwere See auf die Sandbänke schlägt, entsteht ein Wirbel von Brechern, dem weder Schiff noch Mensch etwas entgegenzusetzen haben.

Früher gab keine künstlichen Häfen und wegen der geringen Wassertiefe war das Ankern in den schützenden Fjordmündungen unmöglich.

Trieben die Schiffe bei Sturm von Westen auf die Küste zu, war eine Katastrophe unausweichlich. Schiffe aus aller Herren Länder erlitten hier Schiffbruch und ganze Besatzungen kamen dabei ums Leben.

Das größte Unglück ereignete sich am 24. Dezember 1811, als die beiden englischen Linienschiffe "St. George" und "Defence" im Abstand von wenigen Stunden vor Thorsminde strandeten. Die Schiffe waren nach einem Geleitzugeinsatz in der Ostsee auf der Rückreise nach England, als ein starker Sturm sie an die Küste trieb. 1.400 Seeleute starben, nur 17 konnten sich an Land retten.

Strandungsmuseum St. George

Diese und viele weitere Geschichten von Strandungen und Schiffsbrüchen erzählt das St. George Strandungsmuseum in Thorsminde. Es gibt interessante Ausgrabungen vom Meeresgrund – und bietet die Möglichkeit, mit Hilfe eines Computers tief in die Geheimnisse der Nordsee einzutauchen. Es gibt außerdem ein Kindermuseum mit Aquarium.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Mehr erfahren Sie hier: www.strandingsmuseet.dk 

Unser Reisetipp

Vergessen Sie nicht Ihre Angel, wenn Sie nach Thorsminde fahren. Hier treffen Meer und Fjord aufeinander und erfreuen jedes Anglerherz! Petri Heil!