Strandkirche Marielyst

Direkt am Meer im Süden Dänemarks liegt der beliebte Ferienort Marielyst. Der weiße Dünenstrand lockte schon in der Vergangenheit jährlich viele Urlauber auf die dänische Ostseeinsel Falster. In vergangenen Zeiten, wollte man auch im Urlaub seinen religiösen Pflichten nachkommen. Damals gab es jedoch in Marielyst kein Gotteshaus, denn der Region fehlte eine entsprechende Räumlichkeit für Andacht, Seelsorge und Gottesdienst.

Entstehung und Geschichte der Strandkirche

Daher beschlossen 1944 die Einwohner der Gemeinde Væggerløse und einige Ferienhausbesitzer von Marielyst den Bau einer Kirche. Hier sollten regelmäßig Gottesdienste für die Bewohner der umliegenden Gemeinden und die vielen Feriengäste und Bewohner von Ferienhäusern, die jedes Jahr in Marielyst weilten, zelebriert werden.

Durch Krieg und Besatzung verzögerte sich die Umsetzung dieses ehrgeizigen Projektes. Am 19. Dezember 1957 war es dann endlich soweit. Der Grundstein wurde gelegt und man begann zügig mit dem Bau der Sommerferienkirche. Der aus Nykøbing Falster stammende Architekt Albert Pedersen zeichnete die Baupläne und gemeinsam mit den Meistern und Bauarbeitern der verschiedenen Gewerke wurden diese Pläne umgesetzt. Auf dem Naturgrundstück mitten im Ferienhausgebiet Bøtø entstand eine einzigartige Kirche ohne Hofmauern oder eine andere Art traditioneller Abgrenzung. 1959 war es dann vollbracht - die Kirche konnte feierlich eingeweiht werden.

Die heutige Kirche

Die Strandkirche in Marielyst hat keinen Friedhof. Umgeben von hohen Bäumen und die Nähe zur Ostsee, dem Strand und dem Deich geben ihr ein besonderes Flair. Die Pfarrer des Stiftes sind jeden Sonntag gerne bereit, hier eine Predigt zu halten, Trauungen vorzunehmen oder Weihnachts- und Ostergottesdienste zu feiern.

Heute ist die Strandkirche eine selbständige Stiftung in der dänischen Volkskirche, die sich aus Beiträgen der umliegenden Gemeinden finanziert. Mitglieder des Gemeindekomitees und Freunde der Strandkirche nehmen die Arbeiten als Kirchendiener wahr, denn nur so kann die Kirche - als eine lebendige Kirche - funktionieren.