Insel Møn

Møn, eine 218 Quadratkilometer große Insel im dänischen Teil der Ostsee liegt ca. 70 Kilometer entfernt von Dänemarks schönstem Sandstrand in Marielyst. Wer seinen Urlaub nicht nur am Strand verbringen möchte, für den ist ein Tagesausflug auf die Insel eine willkommene Abwechslung.

Kreidefelsen Møns Klint

Wegen der beeindruckenden Kreidefelsen von Møns Klint bezeichnet man die Insel auch als die „kleine Schwester“ der Insel Rügen. Beide Inselgebiete bestehen aus 17 Millionen Jahre altem Muschelkalk und wurden zur selben Zeit an die Erdoberfläche gehoben. Wen wundert es da, dass man beim Anblick der Kreidefelsen unweigerlich an das berühmtes Gemälde der Wissower Kinken von Caspar David Friedrich denkt. Seine "Kreidefelsen auf Rügen" (1818/19) sind heute im Museum Oskar Reinhart in Winterthur zu bewundern.

Dieses Naturwunder sollte aber nicht nur von oben bestaunt werden. Wenn man die rund 500 Treppenstufen hinab steigt bekommt man einen Eindruck über die gewaltigen Ausmaße der Steilküste. Wind und Wasser haben diese Kulisse über 5.000 Jahre modelliert und bizarr zerklüftete Formationen ragen in den blauen Himmel. Der Aufenthalt am Strand ist jedoch nicht ungefährlich, da immer wieder größere Stücke aus der Steilwand herausbrechen.

Über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kreidefelsen kann man sich im Møns Klint Geocenter informieren. Hier erfahren die Besucher Wissenswertes über deren Entstehung und Groß und Klein können an Führungen teilnehmen, in deren Verlauf man die Kreidefelsen erforscht und erlebt. Es wird auch darüber informiert, dass es die Kreidefelsen, auf Grund der voranschreitenden Erosion, in ferner Zukunft nicht mehr geben wird.

Was die Insel Møn noch so zu bieten hat

Møn ist für Wanderungen, zum Radfahren sowie zum Baden bestens geeignet und bietet viele weite Sand- und Kiesstrände mit schützenden Dünen.

Die Insel ist ein Paradies für Sportangler und Segler, aber auch für Geologen und Botaniker. Im Osten der Insel findet man den Klintenwald, welcher Dänemarks größte Vielfalt an Orchideen in sich birgt.

Schloss Liselund

Über dem nördlichen Ende der Steilküste liegt eine besondere Sehenswürdigkeit, der Schlosspark von Liselund. Der idyllische Park mit seinen Seen und dem riesigen alten Baumbestand ist die Kulisse für das kleine Schloss Liselund, die Schweizerhütte, das Norwegerhaus sowie das chinesische Lusthaus.

Dieser Park und seine Gebäude sind einzigartige Beispiele der Garten- und Baukunst aus dem Ende des 17. Jahrhundert. Der Park wurde vom Besitzer Calmette als eine Liebeserklärung für seine Frau Elisabeth (Lise genannt) angelegt.

Dänischer Urwald

Der Ulvshale Wald steht unter Naturschutz und ist Dänemarks einziger noch erhaltener “Urwald”. Wer sich näher dafür interessiert findet im Ulvshale Wald das Naturcenter, Lehrpfade und geführte Wanderungen in der Saison.

Dänisches Hünengrab

Das Königs Asger Hoj in der Nähe von Sprove ist 4.000 Jahre alt und ist Dänemarks größtes ausgegrabenes Hünengrab. Hier wird dem Besucher sogar der Blick in das Innere ermöglicht. Überall auf der Insel findet man Megalith Gräber, die Relikte aus der Frühzeit der europäischen Besiedlung sind.

Stege - Shoppen, Feiern und Kultur

Stege, der Hauptort der Insel, bietet die Beschaulichkeit einer Kleinstadt mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten. Das Stadttor und die Wallanlagen von Stege stammen noch aus dem Mittelalter.

Im Juli findet das alljährliche Stegefestival statt, für welches die Fußgängerzone festlich gestaltet wird und viele Künstler ihre Arbeitsmethoden vorstellen und ihre Werke begutachtet und gekauft werden können.

Unser Reisetipp

Zu den bekanntesten Veranstaltungen gehören auch die jährlich stattfindenden Freiluftkonzerte auf Liselund sowie die Märchenwanderung durch das Waldgebiet von Klinteskoven.