Geschichte der Insel

Die Insel Fanø ist die nördlichste dänische Wattenmeerinsel. Vom Hafen Esbjerg aus erreicht man Fanø mit der Fähre in 12 Minuten.

Die Geschichte der Wattenmeerinsel

Die Insel hat eine sehr wechselvolle Geschichte. Anfangs war Fanø nicht mehr als eine Sandbank in der Nordsee, die lange Zeit unbesiedelt blieb. Erstmals erwähnt wurde die Insel um 1231 im Grundbesitzbuch König Valdemars. Im Jahre 1741 kauften sich die Anwohner der Insel auf einer Auktion in Ribe von der dänischen Krone frei.

Die Inselbewohner legten größten Wert darauf, ihre Insel und damit das Recht auf Schifffahrt, Jagd und Strand zu erweben. Wie eine Niederschrift über den Freikauf von Fanø berichtet, griffen sie deshalb zu unkonventionellen Mitteln: Mit einer List verbarrikadierten die mitreisenden Ehefrauen der Fanøer Delegierten die Zimmer, in denen sich mögliche Mitbieter aufhielten. Zudem war bekannt, dass kapitalkräftige Kaufleute zur Auktion angereist waren und Interesse am Erwerb der Insel hatten. Am Tag vor der Auktion wurde deshalb ein Rathausbeamter bestochen, die Rathausuhr eine Stunde vorzustellen. Die Interessenten kamen nicht rechtzeitig zur Versteigerung – und die Delegierten aus Fanø erhielten den Zuschlag.

Bis heute gehört die ca. 56 km² große Insel gemeinschaftlich den Einwohnern Fanøs. Jedoch gilt hier dänisches Recht, es wird dänisch gesprochen und die Währung ist die Dänische Krone. Die Wirtschaft ist wesentlich vom Tourismus geprägt.

Fanøs Ortschaften

Auf Fanø gibt es vier größere Ortschaften.

Nordby

Die größte und älteste, hat einen Fährhafen, eine Einkaufsstraße, eine Tankstelle, Banken, Cafès und eine Touristinformation.

Fanø Bad

Ein Seebad mit vielen Einkaufsmöglichkeiten, Ferienhäusern, Hotels, Restaurants und einem Golfplatz.

Rindby

Hier gibt es ein Wellenbad, Campingplätze und Supermärkten.

Sønderho

Der zweitälteste und offenkundig schönste Ort Fanøs bietet einen historischen Ortskern, ein Fliesenmuseum, Cafès und sehr gute Restaurants.

Unser Reisetipp

Der Strand auf Fanø ist sage und schreibe 16 Kilometer lang und bietet genügend Platz für alle. Auf dem harten Sandboden zwischen Rindby Strand und Fanø Bad verkehrt sogar ein Linienbus.